Aspergillose
image002.jpgAspergillose ist eine der Häufigsten Erkrankungen bei Papageien. Vor allem Amazonen und   Graupapageien sind von der gefährlichen Schimmelpilzerkrankung betroffen. Sie befällt hauptsächlich  die Luftröhre und Luftsäcke der Tiere. Dort kann es zu Verdickungen und zur Bildung käsiger Knötchen, so genannter Pilzgranulome oder einer dickung des Lungengewebes     kommen.    Sitzt ein Granulom ungünstig, kann es durch das erschwerte Atmen zu einer Überdehnung der hinteren Luftsäcke kommen. Nicht selten ersticken die Tiere. Doch plötzliche Todesfälle sind selten. Meist fallen die Tiere durch Teilnahmslosigkeit, Schwäche, Abmagerung sowie schütteres Gefieder auf. Häufig auch: Die Tiere atmen bei geöffnetem Schnabel und gestrecktem Kopf, der Schwanz wippt dabei mit.

Diagnose und Therapie

Durch einen Abstrich von Luftröhre und Kloake kann der Tierarzt feststellen, ob es sich um Aspergillose handelt. Die Proben werden auf spezielle Nährböden aufgetragen. Nach einigen Tagen hat man das Ergebnis. Schnellere Klarheit bringt eine Röntgenuntersuchung. Hier können die beschriebenen Veränderungen sichtbar gemacht werden                                                                                                                        Je nach Schweregrad der Erkrankung können dem Vogel pilzbekämpfende Medikamente oral verabreicht werden. In leichteren Fällen wird eine Inhalationsbehandlung durchgeführt.Eine komplette Heilung ist in den meisten Fällen nicht möglich. Die Veränderungen an der Lunge bilden sich nie wieder ganz zurück. Es wird versucht, die Krankheitsanzeichen zu beseitigen, damit der Vogel mit der Krankheit leben kann. Deshalb ist Vorbeugung gegen die Pilzinfektion so wichtig: Gerade bei Stubenvögeln sollte darauf geachtet werden, dass die Luftfeuchtigkeit bei mindestens 60 Prozent liegt. Gerade im Winter sind Wassergefäße auf der Heizung oder spezielle Verdunster ratsam.Auch falsches Futter kann eine Aspergillose verursachen: Ungeschälte Nüsse, wie Erdnüsse beispielsweise, sind starke Keimträger. Die Nüsse werden in den Herkunftsländern meist noch feucht geerntet und bieten so den Schimmelpilzsporen einen idealen Nährboden. Papageien infizieren sich beim Schälen der Nüsse mit der Krankheit. Mangelnde Hygiene und Frische bei Futter und Trinknapf können ebenfalls die Sporenbildung begünstigen.